Der Schluss einer Gedichtinterpretation kann ähnlich knapp wie die Einleitung sein. Falls keine anderen Arbeitsanweisungen vorliegen, enhält der Schluss lediglich ein Fazit über die Interpretationen, wobei man sich noch einmal auf die Deutungshypothese aus der Einleitung bezieht. Häufig machen Schüler den Fehler, dass sie am Ende ihre eigene Meinung über das Gedicht kundtun. Dies sollte vermieden werden, da eine Gedichtinterpretation eine wissenschaftliche Abhandlung ist und kein Kommentar.
Metapher
Als Metapher bezeichnet man ein Stilmittel, dessen Bedeutung nicht wörtlich verstanden wird, sondern in einem übertragenen Sinn. Hierbei besteht zwischen dem wörtlichen Ausdruck und dessen im übertragenen Sinne gemeinter Bedeutung ein Zusammenhang, welchen man in der Gedichtinterpretation erläutern muss. Metaphern benutzt man nicht nur in einem Gedicht, sondern auch häufig im alltäglichen Sprachgebrauch, wobei dies teilweise unbewusst geschieht.
Beispiele für Metaphern
- Die Nadel im Heuhaufen suchen – Erklärung: Einen schwer, fast unmöglich auffindbaren Gegenstand unter vielen ähnlichen Gegenständen suchen
- Jemandem das Herz brechen – Erklärung: Jemanden schwer enttäuschen, sein Glück zerstören
- Rabeneltern – Erklärung: Eltern, die ihr Kind schlecht behandeln
- Der Himmel öffnet seine Schleusen – Erklärung: Es regnet
- Es schüttet wie aus Eimern – Erklärung: Es regnet sehr stark
Weiterlesen »
Häufig sind Reime ein markantes Element eines Gedichts. Doch Reim ist nicht gleich Reim und so gibt es auch hier Unterschiede, die man zum Schreiben einer gute Gedichtinterpretation kennen sollte/muss. Die Anordnung der Reimwörter nennt man Reimform. Folgende vier Reimformen zählen zu den geläufigsten.
Unterschiede in der Reimform
- Paarreim – Form: AA BB
- Kreuzreim – Form: AB AB
- Umarmender Reim (Blockreim) – Form: AB BA
- Haufenreim – Form: AA AA